Über

Was steckt hinter mappp?

Politik besteht selten aus einer einzelnen Entscheidung. Sie ist ein Verfahren, verteilt über Gremien, Fristen und Zuständigkeiten, von der Demonstration bis zur Ausschusssitzung. Wer mitreden will, muss wissen, wo dieses Verfahren gerade steht und an welcher Stelle es offen ist. Genau das macht der Atlas für Politik, Prozesse und Partizipation sichtbar.


Wie das Projekt entstanden ist

Am Anfang stand die Frage, wie genau ein Gesetz entsteht, woher die Idee dafür kommt und wer daran mitwirkt, daraus eine rechtliche Regelung zu formen. Es gibt Schaubilder, es gibt Verfahrensordnungen, es gibt Fachliteratur. Was alle diese Darstellungen auslassen, ist ihre Verbindung und die informellen Ebenen dazwischen.

2024 hat die Gestaltungszentrale Politik gemeinsam mit Prof. Dr. Sven T. Siefken (Öffnet in neuem Tab) begonnen, politische Verfahren systematisch zu kartieren. Grundlage dafür waren diverse kollaborative Workshops mit Ministerien, Wissenschaft und politischer Praxis. Mit der Kartierung ist die einzigartige Wissensgrundlage des Projekts entstanden. Seit Oktober 2026 ist sie als Atlas frei zugänglich.


Dahinter steht eine gestalterische Überzeugung: Verständlichkeit ist keine Frage der Vereinfachung, sondern der Heranführung. Komplexe Verfahren müssen nicht verkürzt werden, damit man sie versteht. Sie müssen zugänglich und schrittweise gestaltet werden.

Für wen der Atlas gemacht ist

Interessenvertretung

Wer Positionen einbringen will, muss den richtigen Moment treffen. Der Atlas zeigt, an welcher Stelle eines Verfahrens Stellungnahmen wirken und welche Fristen dafür gelten.

Interessenvertretung



Politik & Verwaltung

Eine gemeinsame Darstellung der eigenen Verfahren, nutzbar in der Einarbeitung, in der Kommunikation nach außen und im Austausch zwischen Ebenen.

Politik & Verwaltung



Schule & Bildung

Politische Bildung braucht mehr als das Schaubild vom Gesetzgebungsverfahren. Der Atlas macht Verfahren nachvollziehbar und zeigt, wo Beteiligung ansetzt. Die Bildungsmaterialien stehen frei zur Verfügung und lassen sich direkt im Unterricht einsetzen.

Schule & Bildung



Forschung und Wissenschaft

Die Kartierung ist systematisch angelegt und dokumentiert. Sie lässt sich als Grundlage für eigene Analysen nutzen und vergleicht Verfahren über Ebenen hinweg.

Forschung & Wissenschaft

Was der Atlas bietet

Entdecken

Politische Verfahren als Karte. Du siehst, welche Schritte aufeinander folgen, wer beteiligt ist und wie die Ebenen zusammenhängen. Statt einer Liste von Paragrafen ein Überblick, in den man hineinzoomen kann.


Beispiele

Reale Gesetzgebungsverfahren, Schritt für Schritt nacherlebbar. Vom ersten Anstoß bis zur Verkündung, mit den Umwegen, Verzögerungen und Kompromissen, die tatsächlich stattgefunden haben.


Mitmischen

Die Teilhabepunkte. An welchen Stellen eines Verfahrens Eingaben, Stellungnahmen, Anhörungen oder Kontakte möglich sind, und was dafür jeweils nötig ist.

Wer dahinter steht

Der Atlas ist ein Projekt der Gestaltungszentrale Politik (Öffnet in neuem Tab), die politische Prozesse aus gestalterischer Perspektive untersucht. Der gemeinnützige Verein ist Träger des Projekts und verantwortet es rechtlich und finanziell.




Die Kartierung ist zusammen mit Prof. Dr. Sven T. Siefken (Öffnet in neuem Tab) von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung entstanden.



Die Entwicklung des digitalen Atlas wurde gefördert von der Ernsting Kunst- & Kultur-Stiftung (Öffnet in neuem Tab).